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Kleines Lexikon der Entdecker

Dir unbekannkte Wörter findest du im Lexikon! Schlage dir unbekannte Staaten, Inseln, etc. im Atlas nach!
    Amerigo Vespucci

Am 9. März 1454(?) wurde in Florenz ein bekannter Mann geboren: Amerigo Vespucci. Wenn du dir seinen Vornamen anschaust, kannst du dir vielleicht denken, warum er eine solche Berühmtheit war. Genau: Er war es, nach dem Amerika benannt wurde. Außerdem war er einer der Männer, die in der Zeit von Christoph Kolumbus auf Entdeckungsreisen durch die Weltmeere unterwegs waren.

In Florenz wurde Vespucci geboren.

Angefangen hat Vespucci aber als Bankkaufmann. In Florenz arbeitete er für Lorenzo de` Medici, einem Mitglied der berühmten Florentiner Bankiersfamilie. Unter Lorenzo wurde Florenz zur führenden Macht in Italien. Er war es auch, der Vespucci bald darauf nach Sevilla schickte.

Dort war der Italiener unter der Leitung von Giannotto Berardi hauptsächlich mit der Ausrüstung von Schiffen beschäftigt. Dabei lernte er auch Kolumbus kennen, dem er bei den Vorbereitungen für dessen zweite und dritte Reise half. Nach dem Tod Berardis wurde er selbst Leiter des Büros in Sevilla.

Zwischen 1499 und 1502 unternahm Vespucci dann seine zwei großen Fahrten. So erkundete er 1499 und 1500 die Nordküste Südamerikas im Auftrag Spaniens. Gleich ein Jahr später – von 1501 bis 1502 – brach er unter portugiesischer Flagge an die brasilianische Küste auf.

    Christoph Kolumbus

Christoph Kolumbus (1451-1506). Genuesischer Sefahrer. Wollte eine westliche Route nach Indien und China finden und bekam nach jahrelangem Hin und Her die Unterstützung des spanischen Königspaares für die Expedition.

Christoph Koloumbus trat seine Reise 1492 mit drei Schiffen an. Seine Flotte bestand aus dem Flaggschiff Santa María, der Pinta und der Niña. Er hatte insgesamt rund 90 Mann Besatzung an Bord. Das größte der drei Schiffe, die Santa María wurde von Kolumbus selbst befehligt. Im Vergleich zu den heutigen Schiffen, war die Santa María eher klein. Sie hatte drei Masten und kaum Platz für die 40 Seemänner die mitreisten.

Die beiden Begleitschiffe Pinta und Niña waren so genannte Karavellen. Das waren zwar kleine, aber dafür schnelle Segelboote, die Platz für etwa 25 Mann Besatzung boten. Größere Karavellen, wie die Santa María, werden als Karacken bezeichnet.

Auf drei weiteren Reisen (1493-96, 1498-1500 und 1502-04) entdeckte Kolumbus Kuba, Hispanola, Puerto Rico, Jamaika, Trinidad, das südamerikanische Festland und die Orinoco Mündung. Bis zu seinem Tod war er der festen Ansicht, in Asien gewesen zu sein.

Bild: Seefahrt Museum, Madrid


    Magellan

Fernao de Magalhaes (Magellan) (1480-1521). Portugisischer Seefahrer. Weil der König von Portugal den Lohn des jungen Seeoffiziers nicht erhöhen wollte, trat Magellan 1517 in spanische Dienste. Er schlug vor, einen westlichen Seeweg um Südamerika zu den "Gewürzinseln" (Molukken) zu suchen. König Karl I. von Spanien und die Augsburger Bankiersfamilie Fugger finanzierte Magellans Flotte, weil sie sich das Monopol auf den gewinnbringenden Gewürzhandel erhoffte. Mit fünf Schiffen Beseatzung fand er 1520 die Passage zwischen Feuerland und Patagonien (

    Cortez

Hermando Cortez (1485-1547). Spanischer Konquistator. Eigentlich wollte er schon 1502 mit Kolumbus nach Westen segeln. Kurz vor der Abreise brach er sich aber das Bein. 1518 leitete er eine Expedition, die zunächst an der Küste Mexikos entlangführte. Von dort drang Cortez ins Landesinnere vor. Der Zeitpunkt seiner Ankunft entsprach einer indianischen Prophezeiung, wonach der weiße Gott Quetzalcoatl von seiner Reise über das Meer zurückkehren werde. Die Azteken, die indianischen Ureinwohner hießen daher die Spanier zunächst willkommen. Cortez erreichte 1519 ihre Hauptstadt Tenchochititlan (heute Mexiko-Stadt) und nahmen den Herrscher Montezuma gefangen. Nach zweijährigem Kampf unterwarf er die Akzteken, ließ die Stadt plündern und in Brand setzen. Die Eroberung Mexikos machte Spanien im 16. Jahrhundert zur reichsten Nation der Welt.


    James Cook

James Cook (1728-1779). Britischer Seefahrer. Segelte nach 1768 dreimal um die Welt. Kartierte Neuseeland und das östliche Australien. Umrundete den antarktischen Kontinent und lieferte reiche Erkenntnisse über die Polynesier, Maori und Aborigines. Cook wurde 1779 auf Hawaii von Einheimischen erschlagen.

 

 

 

 

 

 


 

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Christoph Blaschke / 2002 I Webseite drucken I