Modul 4: Was fördert ein Vulkan?

Was bei einem Vulkanausbruch an die Erdoberfläche gelangt, ist abhängig von dem Gasanteil des Magmas aus dem Erdinneren:

Das Magma ist geschmolzenes Gestein und enthält verschieden viel Gas. Bei einem Vulkanausbruch entweicht Gas aus dem Magma. Tritt das Magma an der Erdoberfläche aus, heißt es Lava.

Erreicht gasarmes Magma die Erdoberfläche, fließt es, nun zu Lava geworden, in Strömen die Hänge des Vulkans hinab. Die Lava kühlt sich an der Erdoberfläche ab und wird zu festem Lavagestein.

Ein Beispiel für solches Lavagestein ist die Aa-Lava vom Mount Pinatubo. Darunter versteht man eine Lavaform mit besonders unregelmäßiger und scharfkantiger Oberfläche. Der Ausdruck "Aa" stammt aus dem Hawaiianischen; es soll der Schmerzenslaut sein, den die polynesischen Ureinwohner beim Begehen der Lava ausgerufen haben.




Ist das Magma gasreiche wie beim Ausbruch des Mount Pinatubo werden auch verschieden große Lavafetzen aus dem Vulkan geschleudert. Die kleinsten Teilchen sind so klein wie Sandkörner und werden Asche genannt (Korndurchmesser kleiner 2 mm). In einer Wolke steigen sie kilometerweit in den Himmel auf und werden vom Wind verweht. Die etwas größeren Steine kommen in der Nähe des Vulkans herunter. Sie haben die Größe von Kieselsteine und heißen Lapilli (Durchmesser zwischen 2 mm und 64 mm). Die großen Brocken und Blöcke fallen in der Nähe des Kraters zu Boden. Sie haben einen Durchmesser, der größer als 64 mm ist. Da sie zum Teil noch glühendheiß und weich sind, nehmen sie in der Luft oft eine eirige Form an.

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