Der zweitgrößte Ausbruch unseres Jahrhunderts war der des Mount Pinatubo am 15. Juni 1991 (der Mount Pinatubo liegt auf der Insel Luzon, rund 100 km nordwestlich von Manila. Seine Höhe beträgt 1475 m ü. NN). Der Ausbruch produzierte eine Wolke aus mehr als 20 Millionen Tonnen Asche. Sie erreichte einen Höhe von bis zu 35 km und einen Durchmesser von 200 km. Der Ausbruch des Pinatubo forderte 300 Opfer.

 

 


1. Erste Warnsignale
Am 16. Juli 1990 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala (vergleichbar mit dem San Francisco-Beben von 1906) rund 100 Kilometer nordöstlich des Mount Pinatubo die Insel Luzon; die Erdkruste unter dem Vulkan, dessen letzter Ausbruch 600 Jahre zurücklag, "erwachte". Tausende weitere Beben im April, Mai und frühen Juni 1990 waren erste Warnsignale für einen herannahenden größeren Ausbruch.

Mehr über den Zusammenhang zwischen Erdbeben und Vulkanausbrüchen findest du auf dem Informationsblatt 6 (Wo gibt es die meisten Vulkanen? Vulkanismus und die Theorie der Plattentektonik).

2. Der Ausbruch
Am 15. Juni brach der Vulkan in einer gewaltigen Explosion aus. Die Aschewolke reichte bis in 35 km Höhe. In erdnäheren Regionen wurde die Asche von einem tropischen Wirbelsturm, der gleichzeitig während des Vulkanausbruchs herrschte, in alle Richtungen verweht. Eine Ablagerungsschicht aus Asche und zentimetergroßen Lavastücken, die vom Vulkan aus-geschleudert wurden, überzog rings um den Vulkan weite Teile der Insel Luzon.

3. Folgen des Ausbruchs
Der Ausbruch hat die Insel Luzon, Heimat von rund 3 Millionen Menschen, dramatisch verändert. Zahlreiche Dörfer und Städte wurden von den Lava- und Aschemassen bedeckt. Ca. 200.000 Menschen, die im Umkreis des Vulkans lebten und vor dem Ausbruch evakuiert wurden, konnten zwar wieder nach Luzon zurückkehren, doch bedrohen bis heute bei tropischen Regenfällen gewaltige und schnell die Hänge herunterrasende Schlammströme aus vulkanischer Asche, sogenannte Lahars, im Umkreis des Vulkans das Leben der Menschen. Sie vernichten die Reisanbaufläche, stauen Flüsse und begraben zahllose Ortschaften unter sich. Etwa 600 Menschen kamen bereits durch sie um ums Leben, Zehntausende verloren ihre Existenzgrundlage.

 


Eine Glutwolke wälzt sich den Hang hinab


Die gigantische Aschewolke hatte einen Durchmesser von 200 km!


Menschen auf der Flucht


Der Krater des Mount Pinatubo heute

 


 

 

 

 

 

           

           

    Aktuell

Aktuell: Erdbeben in Baden-Württemberg (22.2.2003)

  • Erdbeben erschüttert Südwestdeutschland und die Vogesen

    Risse in Hauswänden, Hausrat aus Regalen gestürzt
    Mehrere Erdstöße haben am Samstagabend den Südwesten Deutschlands und die Vogesen erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 5,4 lag 20 Kilometer nordöstlich der Vogesen-Gemeinde Saint-Dié des Vosges. Es gab kleinere Sachschäden, verletzt wurde niemand.


    23.02.2003
    In den Vogesen berichteten Bewohner, dass Hausrat aus Regalen gestürzt sei. In Saarbrücken meldeten sich besorgte Bürger bei der Polizei und berichteten von Rissen in Hauswänden und verschobenen Dachrinnen. Im Saarland sowie in Nancy, Saint-Dié und Lunéville verließen Bewohner erschrocken ihre Häuser.

    Auch in Baden-Württemberg wurden kleinere Sachschäden angerichtet. Wie das Lagezentrum des Landesinnenministeriums am Sonntag in Stuttgart mitteilte, waren die Regierungsbezirke Freiburg und Karlsruhe betroffen. Gut 300 Notrufe gingen bei der Polizeidirektion Freiburg ein. Im Stadtgebiet Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurden Schäden an mindestens vier Gebäuden in Form von Fassadenrissen gemeldet. In Mannheim und Karlsruhe wurde an jeweils einem Haus ein Fassadenriss gemeldet, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion Karlsruhe erklärte.

    Weitere Erdstöße befürchtet
    Der erste Erdstoß der Stärke 5,4 wurde nach Angaben der Straßburger Erdbebenwarte gegen 21.40 Uhr registriert. Er dauerte etwa acht Sekunden. Danach folgten mehrere kürzere und schwächere Erdstöße. Das Institut für Erdphysik in Straßburg wies darauf hin, dass die Region um Saint-Dié tektonisch noch nicht zur Ruhe gekommen sei. Die Präfektur des französischen Departements Meurthe-et-Moselle warnte die Bevölkerung, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Erdstößen kommen könnte. (Quelle:
    http://www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/0,1367,MAG-0-2035154,00.html)

  • Zugemailt von Markus Preußner (23.2.2003):
    Erdbeben beschädigt Gebäude
    Freiburg: Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat gestern (Anm.: Am 22.2.2003) Abend den Südwesten Deutschlands, Frankreich und die Schweiz erschüttert. Verletzt wurde niemand. An vielen Gebäuden entstanden Risse. In Karlsruhe wurde eine Straße beschädigt. Die Oper in Straßburg und ein Ferienlager in den Vogesen wurden geräumt. Bei der Polizei gingen Hunderte von Notrufen ein. In etlichen französischen Städten liefen Menschen auf die Straße aus Angst vor einstürzenden Häusern.
    Das Epi-Zentrum des Bebens lag bei Saint-Die. Nach dem Erdstoß um 21 Uhr 40 wurden noch mehrere Nachbeben registriert, die allerdings nicht mehr so stark waren.
    (Quelle: http://www.swr3.de/startpage/index.html?/info/nachrichten/index.html)
    Quiz

Am 17. August 1999, gegen drei Uhr früh, erschütterte ein schweres Erdbeben die Region in dem rätselhaften Land (siehe Photo). Am schwersten betroffen war ein dicht besiedelter Küstenstreifen an einer geologischen Bruchlinie. Nach offiziellen Angaben verloren in jener Nacht 15 500 Menschen ihr Leben. Angesichts von 40 000 ganz oder teilweise zerstörten Gebäuden wurde in der Öffentlichkeit die Forderung erhoben, alle Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen, die ihre Bauten nicht, wie vorgeschrieben, erdbebensicher konstruiert hatten.


Frage: Wie heißt dieses Land, das 1999 vom Erdbeben heimgesucht worden ist?

    Unterrichtsmaterial


Ausgeteilte Arbeitsblätter findest du hier:

Schalenaufbau der Erde: Word-Dokument (ausgeteilt am 13.2.2003)

Folien:

eingescannt von Markus Preußner (19.2.2003)

 

    Internet: Webseiten zum Thema

WWW-Ressourcen zum Thema Erdbeben:

  • Information zum Thema Erdbeben von www.wissen.de, gefunden von Ulrike Pisch (21.2.2003)

Weitere Themen:

    Ein Lexikon zum Thema Erdbeben

Hier sollen eure Begriffserklärungen stehen:

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Tektonik
  • Endogene Vorgänge
  • Konvektion
  • Theorie der Plattentektonik
  • Schalenaufbau der Erde

  • Epizentrum
  • Richterscala
    ist nach dem US-amerikanischen Seismologen Charles Francis Richter, geboren 1900,
    gestorben 1985; 1935 eingeführte Methode einer objektiven Messung der Stärke von
    Erdbeben mit Hilfe eines energiebezogenen Maßes, der Magnitude. (Quelle: www.wisssen.de)
    (Text: Ulrike Pisch / 21.2.2003)


  • Die Richterskala

    Magnitude Auswirkungen
    1
    Unmerklich, nur durch Instrumente nachweisbar
    2
    Kaum merklich
    3
    Von einigen Menschen bemerkt
    4
    Von den meisten Menschen im betreffenden Gebiet (Umkreis von 30 Kilometern) beobachtet
    5
    Aufweckend
    5,3-5,9
    Erschreckend, erste Schäden
    6,0-6,9
    Gebäudeschäden, einige Gebäudezerstörungen, Todesopfer in dicht besiedelten Regionen
    7,0-7,3
    Allgemeine Gebäudeschäden, verbreitete Gebäudezerstörungen
    7,4-7,7
    Allgemeine Gebäudezerstörungen
    7,8-8,4
    Verwüstungen, katastrophenartige Zerstörungen
    8,5-8,9
    Landschaftsverändernde Vernichtungen
    9 und darüber
    Noch nicht beobachtet

  • Kontinentaldrift (Text als Mitschriftschon in eurem Ordner)
  • Konvektion(szellen)
  • Erdbeben

Wo treten starke Erdbeben am häufigsten auf?
An den Rändern der sich gegeneinander verschiebenden Erdplatten entstehen die meisten starken Erdbeben. Ausgeprägte Erdbebenzonen sind die Ränder des Pazifischen Ozeans, die Zone junger Faltengebirge von Indonesien über den Himalaya bis in den Mittelmeerraum. Besonders die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien ist sehr gefährdet. Diese riesige Spalte markiert die Grenze zwischen zwei der großen, sich verschiebenden Platten der Erdkruste. Sie erstreckt sich fast 1120 km vom Kalifornischen Golf nach Norden und verläuft nördlich von San Francisco ins Meer.
(Quelle: www.wisssen.de) ::::::::::::: (Text: Ulrike Pisch / 21.2.2003)

Photo: San-Andreas-Verwerfung

  • Subduktion
  • Tiefseerinne
    Sie entsteht, wenn an einer Subduktionszone eine Ozeanplatte unter eine Kontinentalplatte gedrückt wird.
    Eine Tiefseegraben kann über 11000 m tief sein. Sie sind die tiefsten Regionen des Meeresbodens.
    Der tiefste Punkt liegt mit 11 034 Metern im Marianengraben.
  • Faltengebirge
        • Beispiel: Himalaya



Die mehr als 6000 km lange Reise der Indischen Platte vor ihrer Kollision mit der Eurasischen Platte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Photos

Vom Erdbeben zerstörte Autobahn in Kobe, Japan (1995)

(Quelle: www.wissen.de)


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(56 K Modem
)

 

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