Gewinnung von Metallen: Redoxreaktionen

1 Metalle reagieren mit Metalloxiden

In der Steinzeit waren Holz, Stein, Knochen und Ton die Werkstoffe des Menschen. Aber schon früh wurden auch die Metalle In der Steinzeit waren Holz, Stein, Knochen und Ton die Werkstoffe des Menschen. Aber schon früh wurden auch die Metalle Kupfer und Gold verwendet, denn sie konnten gediegen, das heißt als reine Metalle in elementarer Form gefunden werden. Das zeigen Funde von 5000 Jahre alten Waffen, Werkzeugen und Schmuck.Doch gediegenes Kupfer ist selten. Man muss es deshalb aus Kupfererzen wie Kupferkies oder Malachit gewinnen. Das sind farbige Gesteine, denen man es nicht ansieht, dass sie rotes Kupfer enthalten. In Erzen ist Kupfer meistens mit Schwefel oder Sauerstoff und Kohlenstoff verbunden.

Kupferkies

Basis-Wissen:
Gediegen:

Unterschied zwischen Element und Verbindung (Wiederholung):

 

Kupfer lässt sich jedoch aus Kuperoxid mit Eisen gewinnen. Dies zeigt folgender Versuch:


V : Reaktion von Eisen mit Kupferoxid

3,5 g Kupferoxidpulver werden mit 2 g grauem Eisenpulver vermischt und in ein Reagenzglas gegeben. Das Reagenzglas wird leicht schräg an einem Stativ befestigt und leicht erhitzt.

Beobachtung:

 

Auswertung:

 

 

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Material zur Auswertung:
Bei der Reaktion zwischen Kupferoxid und Eisen wird dem Kupferoxid der Sauerstoff entzogen, es wird reduziert. Die Sauerstoffatome wechseln zu den Eisenatomen. Das Eisen wird in dieser Reaktion also oxidiert. Die folgenden Darstellungen zeigen diesen Vorgang auf verschiedene Art und Weise.

Beschreibe, was während der einzelnen Reaktionsschritte zwischen den verschiedenen Teilchen
abläuft. Beachte, dass in Wirklichkeit stets sehr viele Teilchen miteinander reagieren.

Basis-Wissen:
Reduktion ist eine chemische Reaktion, bei der einem Oxid Sauerstoff entzogen wird. Es ist die Umkehrung einer Oxidation. Bei einer Redoxreaktion laufen Oxidation und Reduktion immer gleichzeitig ab:

Das Reduktionsmittel nimmt Sauerstoff auf und wird dabei oxidiert.
Das Oxidationsmittel gibt Sauerstoff ab und wird dabei reduziert.

Ergänze:
Kupferoxid = ____________mittel, Eisen = _____________mittel

2 Thermitreaktion

Versuch:

 

Beobachtung:

 

Auswertung:

 

 

Zusatzmaterial zur Auswertung:

Schienenschweißen mit Thermit

Schnell muss es gehen, wenn an einer viel befahrenen Hauptstrecke der Bahn ein schadhaftes Schienenstück ausgewechselt werden soll. Zuerst wird das schadhafte Teil herausgeschnitten; dann wird ein neues Schienenstück so eingepasst, dass an jeder Seite ein Spalt von 25 mm bleibt.

Um eine feste, auch elektrisch leitende Verbindung herzustellen, wird diese Lücke mit flüssigem Eisen verschweißt. Man gewinnt es an Ort und Stelle mithilfe einer Redoxreaktion aus Thermit. Das ist eine Mischung aus grobkörnigem Eisenoxid und Aluminiumgrieß. Das Reduktionsmittel ist das Metall Aluminium. Es entzieht dem Eisenoxid den Sauerstoff und wird dabei selbst oxidiert.

Zum Verschweißen bringt man am Schienenspalt eine Gießform an, die mit einem feuerfesten Reaktionsofen verbunden ist. In den Ofen wird die Thermitmischung gegeben. Sie enthält noch Legierungsmetalle wie Vanadium und Mangan, damit die Schweißnaht noch fester und stabiler wird.
Nachdem man die Schienenenden auf etwa 900 oe vorgewärmt hat, wird die Mischung mit einer Art Wunderkerze gezündet. Augenblicklich setzt eine heftige Reaktion ein, bei der Eisen und Aluminiumoxid entstehen. Dabei werden Temperaturen von über 2000 °C erreicht:

Eisenoxid + Aluminium Eisen + Aluminiumoxid

Es entsteht flüssiges Eisen, darüber schwimmt flüssiges Aluminiumoxid. Kurze Zeit später fließt weißglühendes Eisen in die Gießform und füllt den Schienenstoß von unten nach oben aus. Nach dem Abkühlen wird die Gießform zerschlagen und die Schienenoberfläche glattgeschliffen. In weniger als einer halben Stunde ist die Reparatur beendet.

a) Erläutere die Thermitreaktion. Welcher Stoff wird reduziert, welcher oxidiert?
b) Welcher Stoff dient als Reduktionsmittel, welcher als Oxidationsmittel?


3 Kohlenstoff reduziert Kupferoxid
Bei der Redoxreaktion zwischen einem Metall und einen Metalloxid verbacken die neu gebildeten Stoffe häufig miteinander (dies hast du ja bei der Bildung von Kupfer aus Kupferoxid und Eisen selbst gesehen!). Das neue Gemisch muss dann mühsam getrennt werden. Dieser Nachteil entfällt, wenn das Reduktionsmittel zu einem gasförmigen Stoff oxidiert wird. So verwendet man in der Praxis Kohlenstoff als Reduktionsmittel, das zu Kohlenstoffdioxid oxidiert wird.

Frage: Wie kann man das entstanden Kohlenstoffdioxid nachweisen (Wiederholung):



V 3 Kohlenstoff reduziert Kupferoxid

 

Beobachtung:

 

 

Auswertung:

 

4 Exkurs: Roheisenherstellung und Stahlherstellung

Unterrichtsfilm (25 Minuten)

6 Wer reduziert wen? Je edler, desto träger!

 

7 Wiederholung und Festigung: Versuch Magnesium und Kohlenstoffdioxid

Partner- bzw. Gruppenarbeit: Was erwartet ihr, wenn wir das entzündete Magnesiumband in ein mit Kohlenstoffdioxid (CO2) gefüllten Standzylinder halten.

 

 

 

 


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