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| 4.3 Mehrprotonige Säuren, Titration, Puffer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Mehrprotonische Säuren enthalten mehr als ein dissoziierbares Proton. Einige mehrprotonige Säuren sind nachfolgend aufgelistet: Diese Säuren dissoziieren in mehreren Stufen, die Säurekonstanten dieser Einzelvorgänge werden Ks1, Ks2 usw. genannt. Dabei gilt Ktotal = Ks1 x Ks2 Die Phosphorsäure ist eine 3-protonige Säure und kann demnach 3 Protonen abgeben. Die einzelnen Schritte verlaufen von der Phosphorsäure über das Dihydrogenphosphation (H2PO4-), das Hydrogenphosphation (HPO42-) bis zur vollständigen Dissoziation beim Phosphation (PO43-).
In der Chemie wird die Titration als quantitative Methode verwendet, um die Konzentration einer Säure oder Base zu bestimmen. Dies wird dadurch gemacht, daß man z.B zu einer Säure eine bestimmte Menge Base hinzugibt bis eine Neutralisation erreicht ist. Verfolgen wir mal die Titration verschiedener Säuren und Basen. Titration einer starken Base
mit einer starken Säure (1-protonig)
Zunächst ändert sich der pH bei Säurezugabe
nur wenig. Kommen wir allerdings in den Bereich, wo die Konzentration der
Salzsäure ungefähr der der NaOH entspricht, ändert sich der pH sehr stark.
Der Punkt, an dem sich genau die beiden Konzentrationen gleichen heißt
Äquivalenzpunkt
[OH-] =[H3O+] . Dieser entspricht dem
Wendepunkt der Kurve und ist = dem Neutralpunkt. Wenn man 10.0 mL einer 0.1 molaren HCl-Lösung benötigt, um 50 mL einer NaOH-Lösung bis zum Neutralpunkt zu titrieren (pH = 7), dann enthält die Probe eine Konzentration von 0.02 Mol (Molmasse 17), oder 0.35 g/L Hydroxid. Molarität = Volumen der Säure x Säurekonzentration / Volumen der Probe Molarität = Anzahl der Mole /Liter Hydoxid. Titration einer schwachen Säure mit einer starken Base Titrieren wir nun mal eine schwache Säure wie Essigsäure (Ks = 1.8 x 10-5), so fällt im Vergleich zur Titration einer starken Säure auf, daß:
Versuchen wir mal folgende Aufgabe zu lösen:
Berechnung: [CH3COOH] = { 2.00 x 10-3 Mol CH3COOH / 0.0800 L } = 0.0250 M [CH3COO-] = {
3.00 x 10-3 Mol CH3COO- } / 0.0800
L } = 0.0375 M Ks = { [H+][CH3COO-] / [CH3COOH] } = 1.8 x 10-5 [H+] = { Ks
[CH3COOH] / [CH3COO-] } = { (1.8 x
10-5)(0.0250) / (0.0375) }
Titration einer 2-protonigen Säure mit einer starken Base Wird eine 2-protonige Säure wie z.B. die Kohlensäure titriert ergibt sich folgendes Bild:
Die Kohlensäure dissoziiert wie oben angegeben in 2 Schritten. Die Titrationskurve hat 2 Äquivalenzpunkte. Der Wendepunkt der Kurve zwischen den beiden Äquivalenzpunkten hat einen pH-Wert von 6,4 und entspricht genau dem pKs1. Dort besteht ein Gleichgewicht zwischen den Konzentrationen der undissoziierten Säure H2CO3 und dem Bicarbonation HCO3-. Puffer In der Abbildung 4.24 ist die Titrationskurve
einer schwachen Säure (Essigsäure) zusehen. Die meisten Säuren sind
schwache Säuren wie viele organische Säuren (Aminosäuren usw.). Der Zusammenhang von pH und pKs wird durch die Henderson-Hasselbalch-Gleichung hergestellt. Diese leitet sich direkt aus der allgemeinen Protolysengleichung ab und gilt für schwache Säuren und Basen:
Sie wird auch Puffergleichung genannt. Wenden wir nun die Puffergleichung auf die Essigsäuredissoziation an ergibt sich:
Lösungen mit einem solchen Konzentrationsverhältnis von
undissoziierter Säure und konjugierter Base sind relativ unempfindlich
gegen pH-Änderungen. Wie man an der Titrationskurve ablesen kann, ändert
sich trotz beträchtlicher Mengen an OH- der pH-Wert nur wenig. Eine solche
Lösung nennt man deshalb einen Puffer.
Die Protonen bzw. OH--Ionen werden abgepuffert. Definition Puffer
In der lebenden Zelle ist die
Aufrechterhaltung des pH ist wesentlich. Enzymatisch katalysierte
Reaktionen benötigen einen bestimmten pH-Wert, da die Protein-Konformation
pH-abhängig ist.
Hier ein Auszug aus einer Versuchsvorschrift: AMYLASE-AKTIVITÄT IM SPEICHEL DES MENSCHEN Im Versuch wird eine Reihe von verschiedenen Verdünnungen menschlichen Speichels hergestellt und deren Aktivität durch photometrische Bestimmung der Reststärke in einem Verdauungsansatz bestimmt. a) Gewinnung des Speichels und Herstellung
der Verdünnungsreihe b) Verdauungsansatz c) Photometrie
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Konstanthaltung des Blut-pHs
Die Regulation des
Säure-Basen-Haushalts der Wirbeltiere und des Menschen geschieht unter
anderem durch die Puffersubstanzen im Blut. Darunter ist das
Kohlensäure-Bikarbonat-Puffersystem
das wichtigste. Steigt CO2-Konz., fällt der pH-Wert ab, sinkt CO2-Konz., steigt der pH-Wert an.
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Zunge und Geschmackswahrnehmung: http://www.umds.ac.uk/physiology/jim/tasteolf.htm und http://www.zoology.ubc.ca/~auld/bio350/lectures/sensory_taste.html chemische Experimente: http://www.dartmouth.edu/~chemlab/info/logistics/info.html Interaktive Titration: http://www.paccd.cc.ca.us/instadmn/physcidv/chem_dp/intersections/titrate/TitrationLab.html und http://chemmac1.usc.edu/bruno/java/Titrate.html und http://www.seilnacht.tuttlingen.com/Analyse/titrier.htm Titration: http://www.infochembio.ethz.ch/links/analytchem_titrat_lehr.html und http://www.science.ubc.ca/~chem/tutorials/pH/section14/content.html Berechnungen zum Thema Säure-Base: http://antoine.fsu.umd.edu/chem/senese/101/acidbase/faq.shtml Interaktive Henderson Hasselbalch-Gleichung:http://www.cpb.ouhsc.edu/cc/HHBase/HHBase.html Atomarchiv: http://www.atomicarchive.com/main.shtml 3D-Molekülarchiv: http://www.nyu.edu/pages/mathmol/library/library.html |