|
Experiment des Monats
|
|
Alkane sind besonders reaktionsträge Verbindungen. Dies wurde schon im 19.Jhd. erkannt und trug ihnen den Namen Paraffine ein. (lat. parum = wenig + affinis = verwandt, beteiligt) Wird festes Paraffin mit konzentrierten Säuren versetzt, bleibt eine Reaktion aus. Zum Vergleich werden Proben anderer organischer oder anorganischer Stoffe mit diesen Säuren behandelt.
![]() |
![]() |
Geräte und
Chemikalien:
festes
Paraffin, Kristallzucker
(Saccharose), Kupfer, konz.
Schwefelsäure, konz.
Salpetersäure
Als Testsubstanz können ggf. auch Späne einer weißen
Paraffin-Kerze verwendet werden.
Reagenzgläser oder Bechergläser.
Durchführung:
In zwei trockenen Reagenzgläsern je eine Probe festes
Paraffin und Zucker mit konzentrierter Schwefelsäure versetzen. Das Paraffin
bleibt unverändert, Zucker dagegen verkohlt (vgl. Experiment
01/1999).
Zu einer weiteren Probe Paraffin bzw. einigen Kupferspänen wird
konzentrierte Salpetersäure gegeben. Mit Kupfer tritt eine heftige Reaktion ein,
wobei nitrose Gase entstehen. (Abzug!) Das Paraffin wird auch von Salpetersäure
nicht angegriffen.
Erklärung:
Die Alkane besitzen nur C-C- und H-C-Einfachbindungen.
Diese Bindungen sind chemisch sehr stabil und unpolar. Erst bei hohen
Temperaturen oder unter energiereicher Strahlung gehen die Alkane mit starken
Oxidationsmitteln Reaktionen ein (z.B. beim Verbrennen mit Sauerstoff, bzw.
Reaktionen mit Halogenen). Dabei liegen radikalische Mechanismen vor. Bei
Raumtemperatur sind die Alkane jedoch so reaktionsträge, daß sie weder von
konzentrierten Säuren, noch von starken Oxidationsmitteln angegriffen werden.
Nur mit elementarem Fluor reagieren die Alkane bei Raumtemperatur.
Gefahren:

Schwefelsäure und
Salpetersäure sind stark ätzend. Bei der zweiten Reaktion entstehen giftige
Stickstoffoxide. Der Versuch sollte daher im Abzug durchgeführt werden.
Entsorgung:
Die Rückstände aus Versuch 1 neutralisieren und zum
Hausmüll geben, die neutralisierte Kupfer-haltige Lösung aus Versuch 2 kommt zum
Schwermetall-Abfall.
Literatur &
Links:
Hans-Jürgen Bersch (Wiesbaden), persönliche
Mitteilung
F. Bukatsch, O.
Krätz, G. Probeck, R. Schwankner: "So interessant ist Chemie" - Versuch 74,
S. 85-86
Am Computer-Chemie-Centrum ist zu diesem Versuch ein Video verfügbar.
Herrn Dipl.-Umw.Wiss. Simon Spycher danke ich sehr herzlich für die Mitarbeit.
zurück zum aktuellen
Experiment
Seite erstellt am: Sonntag, 31. August 2003, A. Schunk, CCC Univ. Erlangen.
Für den Inhalt externer Seiten wird keine Verantwortung übernommen!