Was sind Geysire?

Schnitt durch einen Geysir. In regelmäßigen Abständen treibt der heiße Dampf das Wasser hinaus.

Geysire sind Quellen, die in unregelmäßigem Abstand - mitunter aber auch verblüffend pünktlich - heißes Wasser in gewaltigem Strahl viele Dutzend Meter plötzlich emporjagen. Solch einen Geysir zu erleben ist ein unvergessliches Erlebnis.

Erst brodelt die Quelle nur, einzelne Dampfblasen steigen empor. Dann wölbt sich das Wasser zu einer Kuppel auf, aus der dann unter mächtigem Zischen und Rauschen die meterhohe, strahlend weiße Dampf- und Wassersäule emporschießt.

Solche Springquellen gibt es an mehreren Stellen der Erde, in Nordamerika, auf Neuseeland und auf der Vulkaninsel Island. Von hier stammt auch ihr Name: Geysir heißt auf isländisch "wildes Strömen".

Erst vor 150 Jahren hat man herausgefunden, wie ein Geysir funktioniert. Es hängt damit zusammen, dass Wasser normalerweise bei 100 Grad Celsius siedet, also verdampft. Unter hohem Druck aber siedet es erst bei höheren Temperaturen. Bei Geysiren führt immer eine Röhre in die Tiefe. Durch Spalten und Risse läuft Grundwasser hinein und füllt sie.

Es heizt sich am heißen Gestein auf, und zwar auf mehr als 100 Grad Celsius, weil ja der Druck der darüber stehenden Wassersäule auf ihm lastet. Schließlich aber bilden sich doch Dampfblasen und treiben das heiße Wasser nach oben. Hier aber ist der Druck geringer.

Daher verdampft das Wasser nun schlagartig, und der Dampf reißt noch mehr Wasser nach oben. Und so zischt schließlich ein Strahl aus heißem Wasser und Dampf bis zu 50 Meter hoch empor. Nach und nach füllt sich die Quelle erneut mit kühlerem Wasser. Es heizt sich langsam auf, und dann beginnt das Spiel von neuem.


69 K / 20Sek
(56 K Modem
)

Inhalt: