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Kino
für Toleranz
Ein Beitrag zum
Erdkundeunterricht
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Das
Fach Erdkunde soll Schülerinnen und Schüler
unter anderem befähigen,
"die Beziehungen zu anderen Menschen nach den
Grundsätzen der Achtung und Toleranz, der Gerechtigkeit
und der Solidarität zu gestalten" sowie
"andere Kulturen zu verstehen
und somit zum friedlichen Zusammenleben verschiedener
Kulturen beizutragen sowie für die Gleichheit
und das Lebensrecht aller Menschen einzutreten".
..............................Lehrplan
Erdkunde, Gymnasialer Bildungsgang, Teil A, Hess.
Kultusministerium, Wiesbaden 2002, S. 2.
Filmgeschichten
handeln oft von Menschen, die sich einmischen, die
für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen,
die Freunden beistehen, die sich nicht abfinden
mit unerträglichen Zuständen. Sich einsetzen,
sich engagieren, mitmischen, seine Stimme erheben
dazu braucht es auch im wirklichen Leben
Mut und Entschlossenheit. Vor allem braucht es die
Einsicht, dass Zustände auch geändert
werden können.
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Filme
sprechen Kinder und Jugendliche unmittelbar an,
insbesondere wenn sie intelligent und spannend gemacht
sind. Verknüpft mit der Forderung des Erdkundelehrplans,
die Schülerinnen und Schüler zu Toleranz
gegenüber anderen Menschen und Kulturen zu
befähigen (siehe oben), sind ausgesuchte Filme
ein Medium, um Schüler mit den verschiedenen
Aspekten der Begegnung von Menschen und Kulturen
zu konfrontieren.
Die
hier vorgestellten Filme orientieren sich an der
Auswahl des gleichnamigen Projektes
"Kino
für Toleranz" des , ergänzt um
eigene Filme. Ausgesucht wurden Filme, die neben
dem übergreifende Thema Toleranz Aspekte wie
die Begegnung und das Zusammenleben fremder Kulturen,
Rassismus und Migration beinhalten.
Christoph
Blaschke, April 2006
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Imagemap noch nicht fertig:
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Ausgewählte
Filme:
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Nordamerikaamerika |
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Blue
Eyed
(DENKmal-Film).......
Ausleihbar
in
Medienzentren
Hessen!
FSK:
Ohne
Altersbeschränkung.
IKF-Empfehlung:
ab
14
Jahren
Zahlreiche
Preise
auf
internationalen
Filmfestivals,
u.a.
den
One-Future-Prize
Jane
Elliot,
ehemalige
Lehrerin
aus
dem
Mittelwesten
der
USA,
führt
seit
über
20
Jahren
einen
engagierten
Kampf
gegen
Vorurteile,
Ignoranz
und
Rassismus
in
ihrer
Gesellschaft.
Was
sie
nach
dem
Tode
von
Martin
Luther
King
jun.
1968
mit
ihren
Schülern
begann,
praktiziert
sie
heute
mit
Lehrern,
Studenten,
Feuerwehrleuten
oder
ganzen
Belegschaften.
In
Workshops
teilt
sie
die
Menschen
nach
einem
willkürlichen
körperlichen
Merkmal
ein
in
BLAUÄUGIGE
und
BRAUNÄUGIGE.
Letztere
erklärt
sie
für
besser
und
intelligenter
und
stattet
sie
mit
Privilegien
aus,
die
sie
den
Blauäugigen,
die
sie
als
schlecht,
minderwertig
und
dümmer
abqualifiziert,
nicht
gewährt.
Viele
Weiße
erspüren
hier
zum
ersten
Mal
das
Gefühl,
zu
denen
zu
gehören,
die
nie
gewinnen
können,
und
so
behandelt
zu
werden,
wie
die
Gesellschaft
Frauen
behandelt,
Farbige
behandelt
oder
Menschen,
die
körperlich
abweichend
sind.
Innerhalb
von
15
Minuten
schafft
Jane
Elliot
einen
Mikrokosmos
unserer
Gesellschaft
mit
allen
Phänomenen
und
Gefühlen,
die
auch
in
der
Realität
aufscheinen.
Ähnlich
wie
bei
dem
berühmt-berüchtigten
Milgram-Experiment
können
sich
selbst
Teilnehmer,
die
voll
über
die
"Spielregeln"
informiert
sind,
nicht
ihrer
Rolle
entziehen.
Aus
dem
Spiel
wird
grausame
Realität,
die
einige
Teilnehmer
in
unvorhergesehene
Gefühlstiefen
stürzt...
Unterrichtsmaterialien
zum
Film
(Quelle:
Heinzelmann,
H.
(2002)
/
INSTITUT
für
KINO
und
FILMKULTUR
(IKF)
im
Auftrag
der
Bundeszentrale
für
politische
Bildung/bpb).
Ausleihbar
im
Medienzentrum
Hessen
(VHS)
(Titel
oder
Mediennummer
"42
53977"
in
die
Suchmaske
eingeben")
Amazon.de
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"Diskriminierung
ist
eine
erlernte
Fähigkeit.
Es
gibt
keinen
genetischen
Code
für
Diskriminierung,
Menschen
werden
nicht
als
Rassisten
geboren.
Alles,
was
erlernt
werden
kann,
kann
auch
verlernt
werden.
Der
erste
Schritt
dahin
ist
die
Erkenntnis,
dass
Rassismus
in
unserer
Gesellschaft
existiert,
die
Erkenntnis,
wie
es
ist,
wenn
Du
oder
Menschen
in
Deiner
Umgebung
von
Rassismus
betroffen
sind.
Die
Übung
lehrt,
wie
unsinnig
und
destruktiv
Diskriminierung
ist.
Für
beide
Seiten.
Die
Vorstellung,
dass
der
Melaningehalt
unserer
Haut
unsere
Intelligenz
beeinflusst,
ist
grotesk.
Die
Vorstellung,
dass
bestimmte
Genitalien
unsere
Intelligenz
beeinflussen,
ist
grotesk.
Dennoch
ist
unsere
gesamte
Gesellschaft
von
diesen
Stereotypen
durchdrungen.
In
der
Werbung
geht
der
Vater
zur
Arbeit,
während
die
Mutter
für
die
Kinder
kocht,
ist
das
Sicherheitspersonal
schwarz,
die
Sekretärin
blond
und
weiblich
und
der
Direktor
der
Firma,
der
sich
einen
Chauffeur
kauft,
ein
weißer
Mann."
(Jane
Elliot,
Blue
Eyed)

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Jane
Elliot
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Südamerika |
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Machuca,
mein
Freund
FSK:
ab
12.
Meine
Empfehlung:
Klassen
8-10
Oscarkandidat
als
bester
ausländischer
Film
2004
Santiago
de
Chile
1973
kurz
vor
dem
Putsch
gegen
Salvador
Allende.
Pedro
Machuca
(Ariel
Mateluna)
kommt
in
die
Klasse
von
Gonzalo
Infante
(Matías
Quer).
Er
ist
einer
der
Jungen
aus
den
Elendsvierteln,
denen
Pater
McEnroe
(Ernesto
Malbrán),
der
sozial
engagierte
Schulleiter
von
St.Patrick,
den
Besuch
der
elitären
Privatschule
ermöglicht.
Die
beiden
Elfjährigen
schließen
trotz
unterschiedlicher
Herkunft
Freundschaft.
Gonzalo
lernt
durch
Pedro
die
Welt
jenseits
der
eigenen
behüteten
Verhältnisse
kennen
die
Slums
am
Mapocho,
der
die
Stadt
durchfließt
und
Arme
von
Reichen
trennt.
Doch
als
die
wirtschaftlichen
und
politischen
Spannungen
zunehmen,
bricht
die
soziale
Kluft
auch
zwischen
ihnen
in
aller
Schärfe
auf
...
Amazon.de
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Arika |
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Hotel
Ruanda
FSK:
Freigegeben
ab
12
Jahren.
IKF-Empfehlung:
ab
14
Jahren.
Meine
Empfehlung:
Sek.
II
bzw.
ab
16
Jahren
Ruanda,
Frühjahr
1994.
Paul
Rusesabagina
ist
Manager
des
Luxushotels
"Mille
Collines"
in
der
ruandischen
Hauptstadt
Kigali.
Dort
sind
auch
Colonel
Oliver,
der
Kommandeur
der
UN-Friedenstruppe,
der
ruandische
General
Bizimungo
und
ausländische
Journalisten
zu
Gast,
die
vom
bevorstehenden
Friedensabkommen
zwischen
der
Hutu-Regierung
und
den
Tutsi-Rebellen
der
Ruandischen
Patriotischen
Front
(RPF)
berichten
wollen.
Paul
selbst
ist
Hutu,
seine
Frau
Tatiana
ist
Tutsi.
Paul
erfährt
von
seinem
Schwager
Thomas,
dass
es
einen
Plan
geben
soll,
die
Tutsi
zu
ermorden,
schenkt
ihm
aber
keinen
Glauben.
Als
der
Völkermord
Anfang
April
mit
Massakern
durch
Hutu-Milizen
beginnt,
öffnet
Rusesabagina
das
Hotel
für
seine
verängstigten
Nachbarn,
später
auch
für
andere
Schutzsuchende.
Nach
außen
versucht
er,
den
Schein
eines
normalen
Hotelbetriebs
zu
wahren.
Die
UN-Friedenstruppe
evakuiert
zwar
die
ausländischen
Gäste,
die
Lage
für
die
Zurückgebliebenen
wird
jedoch
immer
bedrohlicher.
Durch
Pauls
Anruf
beim
belgischen
Hotelkonzern,
der
daraufhin
bei
einflussreichen
französischen
Regierung
interveniert,
kann
ein
Blutbad
im
Hotel
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